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Die Usambara-Berge liegen im Nordosten Tansanias. Mit ihren weiten Ausblicken, dem kühlen Klima, verschlungenen Pfaden und malerischen Dörfern zählen die Usambaras zu den Höhepunkten Tansanias.

Die Usambaras sind Teil der alten Eastern Arc-Kette, deren Berge sich in einem gebrochenen Halbmond von den Taita-Hügeln im Süden Kenias bis nach Morogoro und die südlichen Hochländer erstrecken. Man schätzt, dass die Berge mindestens 100 Millionen Jahre alt sind und die Gesteine, aus denen sie bestehen, bis zu 600 Millionen Jahre alt sein können. Die Region beherbergt eine außergewöhnliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren und gehört zu den biodiversitätsreichsten Gebieten Afrikas.

Die Besiedlung der Usambaras reicht mindestens 1,5 Millionen Jahre zurück. Einzigartige Spuren menschlicher Anwesenheit wurden in der Nähe von Mambo gefunden und sind noch heute sichtbar. Wer die ersten Siedler waren, ist unbekannt, nur dass die Vorfahren des heutigen Sambaa-Volkes vor Hunderten von Jahren hierher kamen.

Mitte des 18. Jahrhunderts existierte ein Sambaa-Königreich mit etwa 60.000 Einwohnern. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu Kriegen und Konflikten mit benachbarten Stämmen, die schließlich mit der deutschen Kolonisierung endeten. Die Deutschen entdeckten den Reiz der Usambaras und gründeten Lushoto (damals Wilhelmsthal), das ein beliebtes Urlaubsziel für koloniale Verwaltungsbeamte wurde. Heute sind noch viele Spuren dieser Zeit sichtbar.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Tanganjika britisches Mandatsgebiet. Die britische Verwaltung nutzte weiterhin die Wälder. Nach der Unabhängigkeit 1961 führte die Politik des Ujamaa bzw. des sogenannten „Afrikanischen Sozialismus“ von Präsident Nyerere zu einer der bestorganisierten Dorfgemeinschaften Afrikas, die bis heute in den Usambaras erhalten ist.

Neben den historischen Stätten bieten die Usambaras viele interessante Orte und Aktivitäten. Die Region ist ein exquisites Ziel für Wandern, Vogelbeobachtung, Mountainbiking oder einfach zum Entspannen.