Selous-Wildreservat
Selous Game Reserve Mit einer Fläche von über 45.000 km² – größer als viele europäische Länder – ist Selous das größte Wildreservat Afrikas. Es ist Teil des weitläufigen Selous-Niassa-Ökosystems von 155.000 km² unbewohntem Miombo-Wald, das sich von Süd-Tansania bis Nord-Mosambik erstreckt. Das Reservat und das größere Ökosystem bilden das Kerngebiet der größten noch existierenden afrikanischen Wildnis, die eine gesunde und große Tierpopulation unterstützt.
Selous zählt zu den attraktivsten und erfüllendsten Safari-Destinationen Ostafrikas. Mit nur einer Handvoll Lodges in einem riesigen 50.000 km² großen Wildnisgebiet bietet Selous eine der abgelegensten, ursprünglichsten und unberührtesten Wildnis Afrikas.
Die natürliche Vegetation besteht überwiegend aus Miombo-Wald und wird durch Tansanias größten Fluss – den Rufiji – in zwei ungleiche Teile geteilt. Zahlreiche kleine Zuflüsse verbinden den Rufiji-Fluss mit fünf hübschen Seen, die in den Trockenmonaten die besten Pirschmöglichkeiten bieten.
Neben den üblichen Arten ist Selous auch berühmt dafür, seltene und gefährdete Tierarten in größerer Zahl zu zeigen. Säugetiere wie der Afrikanische Wildhund und das Schwarze Nashorn, die in anderen Parks vollständig ausgestorben oder nur in geringer Zahl vorhanden sind, kommen hier in gesunder Population vor. Besonders interessant sind auch die Löwen von Selous: Sie haben nicht nur dunklere Felle und weniger prächtige Mähnen als ihre Artgenossen anderswo in Ostafrika, sondern jagen nach einer ungewöhnlichen opportunistischen Tagesstrategie, was Selous zum besten Ort macht, um einen Löwen beim Töten zu beobachten.
Tierkonzentration
Die Tierwelt in Selous ist reichhaltig, und die Gebiete entlang des Flusses und der Seen bieten in der Trockenzeit die besten Beobachtungsmöglichkeiten. Elefanten, Büffel, Giraffen, Zebras und andere Antilopen in Tausenderzahl sorgen für aufregende und lohnende Pirschfahrten.
Große Raubtiere: Löwen, Leoparden, Wildhunde und Tüpfelhyänen.
Weitere Säugetiere: Elefant, Büffel, Giraffe, Zebra, Sabel- und Roan-Antilope, Impala, Buschbock, Wasserbock, Gnu, Greater Kudu, Puku, Hartebeest und Eland.
Die Flüsse sind voller Flusspferde und Krokodile.
Vogelwelt: Selous beherbergt eine reiche Vogelpopulation, darunter Gelbschnabelstorch, Weißkronen- und Spornkiebitz, verschiedene Watvögel, Schwarz- und Malachitfischer, Afrikanischer Skimmer, Fischadler, Palmengeier, Karmesin- und Weißkehl-Bienenfresser, Trompeterhornvogel, Purpurhauben-Turako, Madagaskar-Weihrauchreiher und Fischuhu.
Beste Reisezeit
In der Regenzeit sind Pirschfahrten praktisch unmöglich, und manche Bereiche des Reservats sind völlig unzugänglich. Die Lodges schließen im März und öffnen im Juni wieder. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Juni bis Februar.
Aktivitäten
Pirschfahrten in 4×4-Fahrzeugen
Bootsfahrten auf dem Rufiji-Fluss: Gigantische Krokodile, Flusspferde, typische Wasservögel, Elefanten-, Büffel- und Giraffenherden, kombiniert mit einem Sonnenuntergang hinter Palmen und Affenbrotbäumen – ein unvergessliches Erlebnis.
Weitere Aktivitäten: Jagd, geführte Wanderungen mit bewaffneten Rangern, Fly-Camping direkt an Flüssen und Seen, wo nur ein Moskitonetz Sie von den nahegelegenen Flusspferden, Krokodilen und Löwen trennt.
Zugänglichkeit
Selous ist von den meisten touristischen Ausgangspunkten Tansanias gut erreichbar. Die bequemste Möglichkeit ist per Flugzeug, es gibt jedoch auch Straßenverbindungen und die Tazara-Eisenbahn. Mehrere kleine Flugplätze innerhalb des Reservats ermöglichen Landungen von Leichtflugzeugen. Diverse Anbieter bieten tägliche Flüge von Dar es Salaam, Sansibar, Arusha und anderen Nationalparks an.
Dauer des Aufenthalts
Wir empfehlen mindestens 3 Nächte, um die wichtigsten Bereiche des Reservats zu erkunden. Für Fly-Camping und Wander-Safaris lohnen sich zusätzliche Tage.
Empfehlung
Selous sticht durch seine reiche Tierwelt und unberührte Wildnis hervor. Die einfache Erreichbarkeit von praktisch jedem touristischen Ausgangspunkt in Tansania macht Selous zu einem Must-Visit auf jeder Safari. Ein Aufenthalt hier bietet ein unvergleichliches Erlebnis der afrikanischen Wildnis und ist jeden Cent wert.